Geschlechtergerechtigkeit

Ohne Gerechtigkeit zwischen den Geschlechtern wird das Engagement gegen Hunger und Armut langfristig erfolglos sein. Deshalb werden Frauen wie Männer gleichermassen dabei unterstützt, sich für ihre Rechte einzusetzen – individuell und kollektiv, auf der sozio-ökonomischen sowie der politischen Ebene.

Heute sieht man in Bandundu in der Demokratischen Republik Kongo immer häufiger Frauen, welche auch Führungspositionen übernehmen, ja sogar Dorfchefinnen werden. Und immer mehr Mädchen besuchen die Schule. Bis anhin wurden mehr als 90% aller Nahrungsmittel von Frauen produziert. Dank der Sensibilisierungsarbeit unserer Projekte übernehmen nun auch Männer Aufgaben, die einst nur von Frauen übernommen wurden, wie zum Beispiel das Waschen von Maniok.

Dies ist nur ein Beispiel, welches die Wichtigkeit der Gerechtigkeit zwischen Mann und Frau veranschaulicht. Frauen und Männer haben spezifische Fähigkeiten. Ihre eigenen Stärken und Erfahrungen helfen ihnen dabei, diese so einzusetzen, dass sie ihre Lebensgrundlagen langfristig sichern können. Doch auch die Gesellschaft muss die Entfaltung jedes und jeder Einzelnen zulassen.

Machtbeziehungen verändern

Mit Unterstützung unserer Partner wehren sich Frauen wie Männer  gegen ungerechte Strukturen. Sie beteiligen sich am am politischen, kulturellen, sozialen und wirtschaftlichen Leben. Männer wie Frauen tragen Entwicklungsprozesse gleichberechtigt mit. Und beide bringen ihre geschlechtsspezifischen Bedürfnisse, Ängste, Träume und Strategien aktiv ein.

Damit konzentriert sich Fastenaktion darauf, Geschlechter-Ungerechtigkeiten zu überwinden und Machtbeziehungen zwischen den Geschlechtern nachhaltig zu verändern. Diesen Aspekt berücksichtigen wir in sämtlichen Projekten und Programmen. Dabei respektieren wir die Menschen in ihrer Diversität hinsichtlich des Geschlechts, der sexuellen Orientierung, der Herkunft, des Glaubens und des Alters. Menschen sollen frei von Diskriminierung leben.

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Romana Büchel
Romana Büchel

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Philippa Mund

Genderfragen auf internationaler Ebene

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Internes Gender-Mainstreaming

Fastenaktion nimmt Gender-Mainstreaming innerhalb der eigenen Institution ernst und wir wollen selber auch das umsetzen, was wir in den Landesprogrammen von unseren Partnern fordern. Deshalb hat Fastenaktion im 2021 ein internes Gender-Audit von einer externen Expertin durchführen lassen. Ziele waren die Folgenden: Unsere Institution und unsere Strukturen werden kritisch durchleuchtet und die eher versteckten Genderdynamiken und blinden Flecken so ans Licht gefördert und Strategien zur Verbesserung entwickelt.

Die wichtigsten positiven Resultate des Audits sind: Grundsätzlich ist Fastenaktion in seiner Gender-Politik schon weit fortgeschritten und verfügt über ein differenziertes Genderkonzept. Eine Vision und Grobziele des Gender Engagements sind vorhanden, Gender wird nicht auf Frauenförderung reduziert und der Sprachgebrauch ist gender-sensibel.

Empfehlungen für Verbesserungspotenziale sind: Neben der Aktualisierung des Genderkonzeptes fehlen intern klare und messbare Ziele und Indikatoren für das Gender-Mainstreaming wie auch konkrete Verantwortlichkeiten für die interne Umsetzung. Wir sollten unsere Feedback-, Fehler- und Konfliktkultur, wie auch unsere Lohntransparenz weiter verbessern sowie den Umgang mit Geschlechterungerechtigkeit in der katholischen Kirche klären.

Die Personal- wie auch die Genderverantwortlichen entwickeln in den nächsten Monaten konkrete Umsetzungsmassnahmen der Empfehlungen.