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Guatemala

«Flor del Café» ist eine neugegründete Gemeinde im Westen des Landes. Mit Unterstützung von CODECA konnten 35 Familien ein Grundstück kaufen, auf dem sie Kaffee und Kakao anbauen.

Quelle: Fastenaktion, CODECA

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15.02.2026

Guatemala, Kolumbien, Agrarökologie, Ernährungssicherheit

Warum sind Landrechte so wichtig?

Kleinbauern und -bäuerinnen produzieren rund 70 Prozent der Nahrung auf der Welt – sie leisten damit einen entscheidenden Beitrag zur globalen Ernährungssicherheit. Doch dazu brauchen sie Zugang zu Land, und dieser ist häufig nicht gewährleistet. Ein Beispiel aus Guatemala illustriert, warum Landrechte so konfliktgeladen sind und weshalb Fastenaktion sich in diesem Bereich engagiert.

Autorin

Anselma Künzle, Campaignerin bei Fastenaktion

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Von 1960 bis 1996 tobte in Guatemala ein Bürgerkrieg, der unter anderem von einer ausgelöst wurde. Insbesondere Angehörige der ländlichen Bevölkerung und der indigenen Maya-Gemeinschaften wurden Opfer von Massakern; viele flohen ins benachbarte Mexiko. Als sie später zurückkehrten, war ihr Land häufig weg – beschlagnahmt von Grossgrundbesitzenden. Das Friedensabkommen von 1996 versprach zwar ein neues Agrarsystem, der Rechtsrahmen ist jedoch unzureichend. Bis heute begünstigt diese Rechtsunsicherheit Landraub durch Rohstoffunternehmen und Grossgrundbesitzende. Ohne Zugang zu eigenem Land ist die ländliche Bevölkerung abhängig von Grossgrundbesitzenden, für die sie häufig ohne angemessene Bezahlung und Mindestleistungen arbeiten.

Internationale Konferenz für Agrarreform

20 Jahre nach einer ersten Konferenz zu Landrechten in Brasilien, findet vom 24. bis 28. Februar in Cartagena, Kolumbien, die internationale Konferenz zu Agrarreform und ländlicher Entwicklung (ICARRD+20) statt. Im Zentrum der Diskussionen zwischen Staaten, dem Welternährungskomitee der FAO und zivilgesellschaftlichen Organisationen stehen die Themen Landreform, Ernährungssouveränität, Transformation von Ernährungssystemen und bäuerliche Rechte. Soziale Bewegungen fordern schon länger internationale Massnahmen zur Sicherung der Rechte der ländlichen Bevölkerung, etwa die Umsetzung der Uno-Bauernrechtsdeklaration (UNDROP).

 

Wieviel die Konferenz am Ende bewirkt, ist im Voraus schwer einzuschätzen. Bestenfalls trägt sie dazu bei, Staaten zu motivieren, den Zugang zu Land zu demokratisieren, indigene Gebiete zu schützen und Geschlechterdiskriminierung zu beseitigen. Fastenaktion engagiert sich vor Ort mit Partnerorganisationen aus Kolumbien, Guatemala, Südafrika und unserem Netzwerk CIDSE. Gemeinsam fordern wir, dass die Regierungen konkrete Mechanismen zur Umsetzung von gerechten Agrarreformen schaffen. Denn Zugang zu Land ist entscheidend, um Hunger langfristig zu überwinden. Weitere Infos zum Programm und gemeinsamen Aktivitäten mit den CIDSE Partnerorganisationen finden Sie hier.