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Symbolbild Philippinen

Die Treibstoffpreise auf dem Inselstaat haben sich seit Kriegsbeginn mehr als verdoppelt. Dennoch bilden sich schnell Schlangen an Tankstellen, die über Benzin verfügen.

Quelle: Titelbild «Gas» von Brian Evans, CC BY-ND 2.0 (Flickr) / Beitragsbilder Fastenaktion

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10.06.2026

Indien, Philippinen, Agrarökologie, bestärkend

Iran-Krieg trifft Asien hart – Fastenaktion hilft

Der anhaltende Konflikt am Persischen Golf wirkt sich immer stärker aus, insbesondere auf die asiatischen Länder. In Indien und den Philippinen zum Beispiel sind die Preise für Grundnahrungsmittel enorm gestiegen, da nicht nur Treibstoffe, sondern auch Düngemittel für die Landwirtschaft fehlen. Die Gemeinschaften, die von Fastenaktion unterstützt werden, sind davon jedoch weniger betroffen, weil sie sich stärker selbst versorgen können.

Autor

Ralf Kaminski, Redaktor bei Fastenaktion

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Unabhängig von Lieferketten

Dies gilt jedoch nicht für die knapp 180’000 Indigenen Adivasi und kastenlose Dalits, welche durch 17 Partnerorganisationen von Fastenaktion in 9 Bundesstaaten begleitet werden. Der Fokus in diesen oft benachteiligten Gemeinschaften liegt auf Ernährungssicherheit durch nachhaltige, agrarökologische Landwirtschaft. «Sie bauen ihre eigenen Lebensmittel auf ihrem eigenen Land und ohne Zusatzstoffe von aussen an, konsumieren die Ernte gemeinsam mit ihren Familien direkt am Ort des Anbaus und führen alle Rückstände wieder dem Boden zu, um dessen Gesundheit zu verbessern», erklärt Ayush Kumar.

Durch diese Kreislaufwirtschaft sind die kleinbäuerlichen Familien zu Selbstversorger:innen geworden und weniger abhängig von den aktuell unterbrochenen Lieferketten. «Unser nicht-marktorientierter Ansatz führt dazu, dass die Folgen des Kriegs für sie praktisch keine Rolle spielen», hält unser Koordinator fest. Zum Kochen und für andere Haushaltsbedürfnisse verwenden sie zum Beispiel natürlich verfügbares Brennholz. «Und dank der Wiederbelebung der traditionellen Heilkunde und Kräutermedizin ist sogar eine wirksame Gesundheitsversorgung innerhalb der Dorfgemeinschaften sichergestellt, was Reisen zu anderen medizinischen Einrichtungen minimiert.»

«Unser nicht-marktorientierter Ansatz führt dazu, dass die Folgen des Kriegs in den Projekten praktisch keine Rolle spielen.»

 

Mehr Hunger befürchtet

Derweil warnt das Welternährungsprogramm WFP, dass die Kombination von El Niño und einer sich hinziehenden Krise am Persischen Golf den globalen Hunger erheblich verstärken könnte. Endet der Konflikt nicht bis Mitte Jahr und bleibt der Ölpreis über 100 Dollar pro Barrel, erwartet die WFP 45 Millionen zusätzliche Menschen, die unter akuter Ernährungsunsicherheit leiden – ergänzend zu den bisherigen 318 Millionen. Als besonders gefährdet gelten importabhängige Länder in Afrika und Asien.

Dass die Menschen in den Projekten von Fastenaktion besser vor dieser Entwicklung geschützt sind, ist zwar erfreulich, angesichts der globalen Herausforderung jedoch nur ein kleiner Trost. Wir setzen deshalb alles daran, unsere wirksamen Ansätze gegen den Hunger bekannter zu machen und weiterzuverbreiten.

 

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