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Monte Tamaro, Tessin

Yolima Salazar Higuera besuchte unter anderem einen Gottesdienst in Lugano.

Quelle: Fastenaktion

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01.04.2026

Kolumbien, Schweiz, wirkungsvoll

«Es gab so viele bereichernde Begegnungen» 

Fast drei Wochen lang war Yolima Salazar Higuera während der Ökumenischen Kampagne in der Schweiz unterwegs und erzählte an Veranstaltungen von ihrer Arbeit und dem Leben in Kolumbien. Die Sozialarbeiterin leitet dort eine Partnerorganisation von Fastenaktion. Sie hofft, dass sie den Menschen hierzulande die Zuversicht mitgeben konnte, dass wir alle gemeinsam durchaus etwas tun können, um die Welt gerechter zu machen.

Autor

Ralf Kaminski, Redaktor bei Fastenaktion

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Yolima Salazar Higuera

Yolima Salazar Higuera (63) ist Sozialarbeiterin und leitet in der kolumbianischen Amazonasregion die Organisation Vicaría del Sur, eine langjährige Partnerorganisation von Fastenaktion. Im Zentrum ihrer Arbeit stehen agrarökologische Anbaumethoden, der Schutz des Amazonasgebiets sowie die Stärkung der Menschenrechte in der Region.

Was wollten die Leute an den Veranstaltungen alles so wissen?

Es gab viele Fragen über die Lage in Kolumbien, etwa zur politischen Situation und zur Verarbeitung der Folgen des Bürgerkriegs. Aber auch, ob die Spenden wirklich nach Kolumbien gehen… Ich denke, ich konnte überzeugend darlegen, wieviel die finanzielle Unterstützung aus der Schweiz bei uns bewirkt.

 

Gab es etwas, das dich überrascht hat?

Einmal kam ein Herr nach der Präsentation zu mir und drückte mir direkt 100 Franken in die Hand! (lacht) Ich habe diese Spende dann gleich an die Kollegin von Fastenaktion weitergegeben.

 

Was hoffst du, dass die Menschen von diesen Begegnungen mit dir mitnehmen?

Vielleicht konnte ich ein wenig dazu beitragen, dass sie sich die Zuversicht bewahren, dass es eine gerechtere Welt geben kann, wenn wir gemeinsam daran arbeiten. Und dass auch sie hier mithelfen können, die Situation zu verbessern.

 

Was sind die grössten Herausforderungen für die Menschen in Kolumbien?

Die Armut und die Ungleichheit zu überwinden, die Risiken durch Gewalt, die Anpassung an die Klimaerwärmung, die Aufrechterhaltung der Biodiversität, die Geschlechtergerechtigkeit. Ausserdem die fairere Verteilung von Macht, damit mehr Leute über ihre Zukunft mitentscheiden können.

Du bist seit 38 Jahren bei der Vicaría engagiert: Was hat sich seit damals verändert?

Vieles! Zu Beginn ging es vor allem darum, genug Nahrung herzustellen. Heute geht es um deren Qualität, also dass die Ernährung gesund und nährstoffreich ist. Heute ist auch allen bewusst, wie wertvoll das Amazonas-Ökosystem ist, und dass es sehr wohl möglich ist, in ihm zu leben, ohne es zu zerstören. Anders als früher wissen wir auch, dass es neben der Arbeit vor Ort auch eine auf politischer Ebene braucht, um tatsächlich etwas zu erreichen. Deshalb legen wir einen Fokus darauf, dass die Menschen ihre Rechte auch einfordern.

 

Hat sich dadurch auch ihr Alltag verändert?

Oh ja. Die kleinbäuerlichen Familien hatten damals keine Nahrung, kein Saatgut und bauten vor allem Kokapflanzen an. Das ist heute ganz anders. Viele haben kleine Höfe, die genug gesunde Nahrung für sich selbst und sogar Überschüsse produzieren, welche die Familien auf dem Markt verkaufen können. Enorm gewandelt hat sich dank unserer Arbeit auch die Situation der Frauen: Sie wissen heute, was ihre Rechte sind, es wird ihnen mehr zugetraut und zugestanden. Sie sind unabhängiger geworden, fällen ihre eigenen Entscheide und mischen auch politisch mit.

 

Am 31. Mai finden in Kolumbien Präsidentschaftswahlen statt: Zeichnet sich schon ab, wer gewinnt?

Es gibt drei Kandidierende mit Wahlchancen, ein progressiver, Iván Cepeda, der das Programm des aktuellen Präsidenten Gustavo Petro fortsetzen will, und zwei konservative, die vor allem die Interessen der Wirtschaft vertreten und rückgängig machen wollen, was Petro erreicht hat. Es besteht leider ein gewisses Risiko, dass sich im zweiten Wahlgang die Stimmen der Konservativen addieren und sich einer von ihnen durchsetzt. Das wäre ein Rückschritt für unsere Arbeit und das Land.

 

Bist du das erste Mal in der Schweiz?

Nein, ich war vor 20 Jahren schon mal hier, ebenfalls auf Einladung von Fastenaktion. Und mir fällt auf, dass es wärmer geworden ist und weniger Schnee in den Bergen liegt. Es gibt auch deutlich mehr Gebäude. Aber es war erneut sehr spannend für mich, hier zu sein und diese ganz andere Gesellschaft und Kultur zu erleben.

Ökumenische Kampagne 2026

Unter dem Motto «Wer Saatgut hat, kann Zukunft säen» klären Fastenaktion, HEKS und Partner sein während der Fastenzeit über globale Zusammenhänge auf. Gemeinsam zeigen die Organisationen auf, warum Menschen an Hunger leiden und in Armut leben – und präsentieren Lösungsansätze zur Bewältigung globaler Ungerechtigkeiten.

Weitere Informationen und Inhalte der Kampagne finden Sie hier.

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