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Kolumbien

Der Jungbauer Jean Pierre Ospina Ante muss sich aktuell in der Stadt Popayán durchschlagen.

Quelle: Atucsara

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31.03.2025

Kolumbien, bestärkend, Menschenrechte sichern

Durch Erpressung von seinem Land vertrieben

Der junge kolumbianische Bauer Jean Pierre Ospina Ante hat mit der Unterstützung von Fastenaktion ein erfolgreiches, kleines Agrargeschäft aufgebaut. Doch dann weigerte er sich, einer Guerillagruppe das geforderte Schutzgeld zu bezahlen – und musste sein Land verlassen, weil er um sein Leben fürchtete.

Autor

Ralf Kaminski, Redaktor bei Fastenaktion

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Anzeige bei der Polizei brachte nichts

Doch gebracht hat das bisher nichts. «Zwar nahm man meinen Fall auf, sagte mir jedoch, sowas passiere ständig, und ich könne ruhig wieder nach Hause gehen. Aber dieses Risiko wollte ich nicht eingehen, denn es gab auch schon Morde in solchen Situationen.» Auch finanzielle Unterstützung seitens des Staats bekam er kaum. «Ich erhielt humanitäre Hilfe von 250’000 Pesos (etwa 50 Franken), das reichte gerade mal für ein paar Lebensmittel.»

Fastenaktion hat in ihrem Jahresbericht 2023 über Jean Pierre und seine erfolgreiche Arbeit berichtet. Unterstützt von unserer Partnerorganisation Atucsara, an deren lokaler Jugendgruppe er sich bereits als Teenager beteiligte, absolvierte er einen Diplomkurs in Agrarökologie. Anschliessend baute er mit seinem Cousin eine erfolgreiche ökologische Zuckerrohrproduktion auf und wurde Teil eines regionalen Netzwerks von Saatgutwächter:innen.

Der Gnade von Banden ausgeliefert

Viele Menschen würden von bewaffneten Gruppen auf diese Weise bedroht, sagt Alicia Medina. «Und nur wenige getrauen sich, die Erpressung anzuzeigen. Die Realität ist leider, dass man entweder zahlt oder geht, weil man um sein Leben fürchten muss.»

Der Hintergrund für dieses Problem ist ein notorisch schwacher Staat. «Polizei und Armee fehlt es an Ressourcen. Und die bewaffneten Banden sind sehr aggressiv, teilweise haben selbst die öffentlichen Streitkräfte Angst vor ihnen – oder stecken mit ihnen unter einer Decke. So ist die Bevölkerung ein Stück weit der Gnade dieser bewaffneten Banden ausgeliefert.»

Hoffnung auf eine Rückkehr

Jean Pierre hofft, dass mit der Zeit Gras über die Sache wächst, und er schliesslich wieder ganz zurückkehren kann. Froh ist er auch um die Solidarität, die er von Atucsara und Fastenaktion erfährt.

Und was, wenn er täte, was so viele andere machen: Das Schutzgeld halt einfach bezahlen? Jean Pierre schüttelt entschieden den Kopf. «Selbst wenn ich diese Mittel hätte, würde ich nicht zahlen. Ich muss niemanden um Erlaubnis bitten, um auf meinem Land zu arbeiten – schon gar nicht eine Gruppe, die behauptet, sie sei zum Schutz da, aber das Gegenteil tut und die Menschen bedroht. Der Hof ist Familienbesitz. Wir wollen nichts anderes, als friedlich unsere Arbeit zu machen und damit das Land zu würdigen.»

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