Fastenaktion unterstützt bäuerliche Familien im Globalen Süden, deren prekäre Situation durch die Klimakrise zusätzlich erschwert wird: Dürren in den einen Ländern, Starkregen und Überschwemmungen in den anderen. Wetterabfolgen, die über Generationen gleichbleibend waren, ändern sich, und die Unsicherheiten wachsen: Wann soll ausgesät, wann geerntet werden? Wo findet sich Wasser für die Felder und das Vieh? Die Ernährungssituation vieler bäuerlicher Familien droht sich zu verschlechtern. Anpassungen an die Klimaerwärmung, von Fastenaktion unterstützt, werden zu Überlebensfragen.

Durch die Klimaerwärmung wird es in vielen Projektländern von Fastenaktion immer trockener, wie hier in Kenia.
Mehr Klimaschutz gefordert
Die Forderung der Schweizer Bäuerinnen und Bauern nach mehr Klimaschutz erfolgt angesichts der enormen Hitze und Trockenheit dieses Sommers und entspricht dem, was Fastenaktion schon seit Jahren verlangt: Die Schweiz muss endlich mit einer handfesten und langfristig gedachten Klimapolitik vorwärts machen – nicht nur wegen der immer heisseren Sommer, sondern auch weil sie als reiche Industrienation bereits viel mehr Emissionen ausgestossen hat als Länder des Globalen Südens. Diese historische Verantwortung muss die Schweiz akzeptieren und ihre Emissionen auf nationaler Ebene reduzieren. Auch sollte sie andere Länder finanziell und fachlich dabei unterstützen, ihren CO2-Ausstoss zu reduzieren.
Bisher macht die Schweiz zu wenig. Doch im Herbst schickt der Bundesrat den Entwurf des nächsten CO2-Gesetzes in die Vernehmlassung, das ab 2030 gelten soll – eine ideale Gelegenheit für eine ambitioniertere Schweizer Klimapolitik, die den grossen Herausforderungen auch tatsächlich gerecht wird. Fastenaktion wird den Schweizer Gesetzgebungsprozess genau verfolgen und sich auf internationaler Ebene weiterhin für ambitionierte und sozial gerechte Klimaschutzmassnahmen einsetzen.

