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Brasilien

Yaiku Suya Tapayuna (45) erklärt, wie er mit einer kleinen Fischzucht sein Feld auch während Dürreperioden bewässern kann.

Quelle: Anselma Künzle

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17.03.2026

Brasilien, Klima schützen, Weltklimakonferenz

Fische lassen Gemüse wachsen

Zahlreiche Indigene Gemeinschaften in Brasilien litten 2024 unter einer aussergewöhnlich langen Trockenperiode. Auch Yaiku Suya Tapayuna, Leader der Indigenen Gemeinschaft der Tapayuna, verlor damals Setzlinge, die wegen der grossen Hitze im Boden verdorrten. Mit Unterstützung einer Partnerorganisation von Fastenaktion testet er nun ein neues, agrarökologisches System: Eine Fischzucht, die während Dürreperioden auch die Bewässerung seines Feldes ermöglicht. Bei unserem Besuch erklärte Yaiku anschaulich, wie diese Innovation die Ernährungssicherheit seiner Familie stärkt.

Autorin

Anselma Künzle, Campaignerin bei Fastenaktion

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Die letzten zwei Stunden unserer Reise in den Norden des riesigen Bundesstaates Mato Grosso im Westen Brasiliens legen wir auf einer Schotterpiste zurück. Links des staubigen Weges steht dichter, grüner Wald, rechts ist er abgeholzt – kilometerlang reihen sich Felder mit Soja- und Baumwollmonokulturen aneinander. Yaiku Suya Tapayuna (45) und seine Familie erwarten uns im abgelegenen Dorf Thyrykô im Indigenen Territorium Wawi. Das geschützte Gebiet gleicht einer letzten grünen Insel inmitten immenser gerodeter Flächen. Aber nicht nur die Landwirtschaft mit ihrer Abholzung und Brandrodung bedrohen die traditionelle Lebensweise der Tapayuna. Auch die Klimaerwärmung stellt in den letzten Jahren eine wachsende Herausforderung dar.

Lösung: ein kleines, integrales System

Das System umfasst eine Fischzucht, ein Feld mit Gemüse und Obst, eine kleine Kompostieranlage, sowie die Haltung von Kleintieren (Hühner und Schweine). Die Fischzucht in einem 10‘000 Liter Becken ist das Herzstück – sie liefert nährstoffreiches Wasser für das nahegelegene Feld. Auch die festen Rückstände aus Fischfutter und -ausscheidungen dienen als natürlicher Dünger und versorgen den Boden mit Nähstoffen. Gemüse und Früchte werden systematisch angebaut, damit grössere Pflanzen wie Papaya, Bananen oder Mais den kleineren Gewächsen Schatten spenden. Was die Familie nicht für den Eigenbedarf braucht, kann sie verkaufen und so zusätzliches Einkommen generieren. Bereits nach einem Jahr sind erste Resultate sichtbar: «Die Bananenstauden, die mit dem Wasser aus der Fischzucht gegossen wurden, sind grösser, und der Mais wächst schneller», berichtet Yaiku. Auch die Fische sind bald gross genug für den Verzehr und Verkauf.

Der Projektbesuch in Bildern

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Das Indigene Territorium «Wawi» ist ein Schutzgebiet, ausschliesslich Indigene dürfen die natürlichen Ressourcen auf diesem Land nutzen.

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Links das Indigene Schutzgebiet mit dichtem Wald, rechts wurde alles abgeholzt für Monokulturen.

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Das Feld wird durch Tröpfchenbewässerung mit nährstoffreichem Wasser aus der Fischzucht versorgt.

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Das Becken der Fischzucht fasst 10‘000 Liter Wasser und steht zwischen dem Dorf und dem Feld.

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Yaiku (Mitte) mit Mitgliedern seiner Gemeinschaft und Vertretenden von OPAN an der COP30 in Belém.

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Die Besuchenden von Fastenaktion und OPAN mit der Tapayuna Familie auf dem Feld, das mit dem Wasser aus der Fischzucht bewässert wird.

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Bald sind die Fische gross genug, um sie zu verkaufen.

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Zum integralen System gehört auch die Haltung von Kleintieren wie Hühner und Schweine.