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COOP31 Türkei

Die 31. Klimakonferenz findet in der türkischen Stadt Antalya statt.

Quelle: UN Climate Change Lara Murillo

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05.11.2026

Hunger beenden, Klima schützen, Weltklimakonferenz, Newsticker

Newsticker zur Weltklimakonferenz COP31

Gemeinsam mit Partner:innen aus dem Globalen Süden setzen wir uns für eine klimagerechte Zukunft ohne Hunger ein. Im Newsticker berichten wir über die internationale Klimakonferenz (COP31) vom 09.-20. November 2026 in Antalya, Türkei. Hier teilen wir Analysen und gewähren Einblicke hinter die Kulissen.

Autorin

Anselma Künzle, Campaignerin bei Fastenaktion

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05.11.26

Edirne

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21:35

Mit 12 Stunden Verspätung erreichen wir Edirne, eine Stadt kurz nach der türkischen Grenze. Die Fahrt hat sich in die Länge gezogen, weil der Zug immer wieder für längere Zeit stehen bleiben und Umwege fahren musste. Wir konnten uns die Zeit auf der zweitägigen Reise aber gut vertreiben: arbeiten, lesen,  austauschen und am Abend einen Jass klopfen. Nun geht die Reise noch 3h weiter bis Istanbul, wo wir übernachten werden.

Villach

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17:30

Wir reisen klimafreundlich mit Zug und Bus an die COP31. Das Highlight ist definitiv die zweitägige Reise im Nachtzug von Österreich durch Slowenien, Kroatien, Serbien und Bulgarien bis in die Türkei. Der «Optima Express» transportiert Passagiere und bis zu 105 Autos. Die Reise ist gemächlich (durchschnittlich 35km/h) aber komfortabel. Wir nutzen die Zeit um uns auszutauschen, zum Lesen und für letzte Vorbereitungen.

03.11.26

Zürich HB

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5:57

Es geht los, das Fastenaktion-Team startet frühmorgens am Hauptbahnhof Zürich die Reise ins türkische Antalya. Begleiten Sie uns auf dem Weg an die 31. Klimakonferenz einmal quer durch Europa.

21.10.26

2.8°C

Erderwärmung 2.8°C

Ein neuer Bericht der Uno schätzt, dass die Erderwärmung mit der aktuellen Klimapolitik bis 2100 auf 2,8 Grad Celsius gegenüber der vorindustriellen Zeit manövriert. An der Weltklimakonferenz 2015 in Paris haben sich die Staaten die Grenze der Erwärmung bei maximal 1.5°C gesetzt. Es gibt aber noch Handlungsspielraum. Wichtig ist, dass die Überschreitung von 1.5°C so gering und kurz wie möglich ist. Die Staaten müssen darum an der COP31 ambitionierte Klimaschutzmassnahmen beschliessen, damit die Emissionen schnell und deutlich sinken.

16.10.26

IPCC

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IPCC Weltklimarat in Addis Abbeba 12.-16.10.26

Der Weltklimarat (IPCC) ist ein wissenschaftliches Panel, das der UN angegliedert ist. Es analysiert die Ergebnisse der aktuellen Klimaforschung. Diese Analysen bilden die wissenschaftliche Grundlage für die Verhandlungen an der COP. Momentan steckt der Rat aufgrund von Konflikten um Zeitplan und Budget in einer Krise. Wichtig wäre, dass der IPCC seinen nächsten Bericht bis 2028 veröffentlichen kann: Dieser Bericht ist eine entscheidende Grundlage für die globale Bestandsaufnahme der Klimaziele, die bei der COP33 geplant ist. Foto: IISD ENB Danny Skilton.

08.10.26

Pre-COP

Pre-COP in Fiji und Tuvalu 05.-08.10.26

Die Vorbereitungen für die diesjährige Weltklimakonferenz COP31 laufen. Auf internationaler Ebene treffen sich Staaten zu einer Pre-COP. Dieses Jahr zum ersten Mal im Pazifikraum. Sie stellen ihre Prioritäten vor und suchen gemeinsame Positionen. Dieses Jahr geht es um die Begrenzung der Erwärmung auf 1,5 Grad Celsius, um Klimafinanzierung für besonders verwundbare Länder und die Abkehr von fossilen Brennstoffen.

Technische Verhandlungen Bonn

18.06.2026

Abschluss

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Finanzierung, gerechter Übergang und internationale Zusammenarbeit

Die Klimaverhandlungen in Bonn (SB64) haben gezeigt, dass sich der Ausstieg aus fossilen Energien (TAFF) zunehmend in den internationalen Diskussionen durchsetzt. Im Mittelpunkt der Debatten stehen nun die Bedingungen für dessen Umsetzung: Finanzierung, gerechter Übergang und internationale Zusammenarbeit. Die Schweiz hat sich insbesondere für eine bessere Ausrichtung der Finanzströme auf die Klimaziele eingesetzt. Die Arbeiten werden bis zur COP31 unter der Leitung des brasilianischen Vorsitzes fortgesetzt. Fastenaktion wird sich auch an der COP31 im November in der Türkei mit Partnerorganisationen für eine klimagerechte Welt ohne Hunger einsetzen. Wir halten Sie hier im Newsticker auf dem Laufenden.
Foto: IISD/ENB – Kiara Worth

Side Event

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Von Santa Marta zur COP: Den Übergang gestalten

Wie können die Ergebnisse der Konferenz von Santa Marta zum Ausstieg aus fossilen Energien in den Fahrplan einfliessen, den die brasilianische COP30-Präsidentschaft zur Beschleunigung dieses Übergangs ausarbeitet? Darüber diskutierten heute Vertreter:innen von Regierungen, der Zivilgesellschaft und unserer kolumbianischen Partnerorganisation CENSAT an einem von Fastenaktion mitorganisierten Side Event. Der Ausstieg aus fossilen Energien erfordert glaubwürdige wirtschaftliche Alternativen, soziale Garantien sowie geeignete Finanzierungsmechanismen. Doch die Zeit drängt. Wie mehrere Redner:innen betonten, ist der Dialog und die Zusammenarbeit, welche die Konferenz in Santa Marta geprägt haben, auch für die laufenden Verhandlungen in Bonn mehr denn je notwendig.

09.06.2026

Bonn Eröffnung

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Die Dringlichkeit der Zusammenarbeit in einer Welt in der Krise

Die Eröffnung der Bonner Klimakonferenz begann mit einer Kundgebung des Climate Action Network (CAN) vor dem Konferenzzentrum. CAN forderte die Regierungen auf, sich des globalen Kontextes bewusst zu werden, in dem diese Verhandlungen stattfinden: Neben den verheerenden Auswirkungen des Klimawandels wüten der Völkermord in Gaza sowie Kriege und Konflikte und Menschen leiden unter Hunger. Es ist daher mehr denn je notwendig, dass die Regierungen zusammenarbeiten.

07.06.2026

Bonn Vorbereitung

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Treffen mit Partnerorganisationen

Alljährlich werden in Bonn die technischen Details der nächsten COP verhandelt. Fastenaktion und unsere Partnerorganisationen, die sich in Brasilien, Kolumbien, Kenia und auf den Philippinen für Klimagerechtigkeit einsetzen, sind vor Ort. In einem Workshop tauschten wir uns über die Erfahrungen mit Projekten im Bereich des CO₂-Handels aus. Die Botschaft im Hinblick auf die COP31 ist klar: Die Rechte, die Gebiete und die Selbstbestimmung der indigenen Völker und der ländlichen Gemeinschaften müssen im Mittelpunkt des Klimaschutzes stehen.

Santa Marta Konferenz in Kolumbien

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Hasta luego

Damit verabschieden wir uns aus Santa Marta. Wir verfolgen den internationalen Prozess weiterhin und berichten an dieser Stelle wieder im Juni von den Zwischenverhandlungen (SB64) in Bonn und im November von der COP31 aus der Türkei. Gemeinsam mit Partnerorganisationen aus dem Globalen Süden setzen wir uns ein für eine klimagerechte Welt ohne Hunger.

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Was sagte die Schweiz?

Die Schweiz hat sich vor Ort konstruktiv eingegeben und unter anderem betont, dass für ein Gelingen, Subventionen in fossile Energien adressiert werden müssen. Eine Folgekonferenz, die das Vorankommen der beschlossenen Massnahmen messen soll, wird 2027 in Tuvalu stattfinden (von Tuvalu und Irland organisiert). Zudem werden die Ergebnisse der Konferenz in einem Bericht zusammengefasst, der zurück in den UNFCCC Prozess einfliessen soll.
Auf dem Foto: Der Schweizer Umweltbotschafter Felix Wertli. Credits: IISD ENB Mike Muzurakis.

29.04.2026

Tag 6

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Konferenz endet erfolgreich

Heute endete die erste Konferenz zum Ausstieg aus den fossilen Brennstoffen. Sie war mit über 1500 Teilnehmenden und konkreten nächsten Schritten ein klarer Erfolg, die Diskussionen waren produktiv und offen, auch für Stimmen von anderen Stakeholdern wie der Zivilgesellschaft. Beschlossen wurde die Arbeit an drei Paketen:
1) Entwicklung von nationalen und regionalen Plänen (roadmaps) zur Abkehr von fossilen Energien
2) Auflösen von Abhängigkeiten im Finanzsystem (Schulden, Subventionen, falsche finanzielle Anreize)
3) Reduktion der Abhängigkeit von fossilen Energien in Handelsbeziehungen (wirtschaftliche Diversifizierung).

Foto credits: IISD ENB Mike Muzurakis.

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Jameela Joy Reyes

Jameela Joy Reyes von unserer Partnerorganisation Manila Observatory in den Philippinen verfolgt die Konferenz in Santa Marta und betont: «Das Land der Indigenen Völker ist häufig reich an natürlichen Ressourcen. Wenn wir über einen gerechten Übergang sprechen, müssen wir sicherstellen, dass Indigene Völker nicht für Windkraftanlagen oder Solaranlagen oder für den Abbau von Transitionsmineralien von ihrem Land vertrieben werden. Der Übergang zu erneuerbaren Energien muss gerecht, fair und auf Rechten basiert sein. Wir erwarten von der Konferenz in Santa Marta, dass den Ländern im Globalen Süden, die diesen Übergang vollziehen müssen, finanzielle Mittel zur Verfügung gestellt werden».

28.04.2026

Tag 5

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High-level meeting

Die Konferenz ist in die politische Runde gestartet, heute und morgen treffen sich Minister, Beamte und Vertretende der Zivilgesellschaft, Jugend, Indigene, Wissenschaft, Arbeiter:innen und Gewerkschaften. Die Beiträge der Regierungen wechselten sich mit Voten der zivilen Gruppen ab. Die Staaten verwiesen darauf, dass die Energiekrise die Relevanz der Konferenz erhöht. Viele betonen auch, dass der Übergang zu erneuerbaren Energien insbesondere die Menschen und Gemeinschaften, die am meisten unter dem Klimawandel leiden, miteinbeziehen muss. Dafür setzen sich auch Fastenaktion und unsere Partnerorganisationen ein, damit alle Menschen Zugang zu erneuerbaren Energien haben und sich gesund und ausreichend ernähren können.
Foto credits: IISD ENB Mike Muzurakis.

27.04.2026

Tag 4

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Assembly of the People

Heute während der «Assembly of the people» haben zivilgesellschaftliche Organisationen ihre Forderungen überreicht. Diese Deklaration fliesst ein in die High-level meetings mit Regierungsvertretenden, die am 28. und 29.04. stattfinden. Die Zivilgesellschaft verweist auf das wegweisende Urteil des Internationalen Gerichtshofs, welches Kilmaschutz als Menschenrecht definiert und die Staaten zum Handeln für mehr Klim“aschutz verpflichtet.

Wichtige Forderungen der Zivilgesellschaft sind:

  • Der Globale Norden soll seine Verantwortung anerkennen, beim Ausstieg aus den fossilen Brennstoffen eine Vorreiterrolle übernehmen und den Globalen Süden bei der Klimafinanzierung unterstützen, z.B. unrechtmässige Schulden erlassen und für den Übergang öffentliche Gelder bereitstellen.
  • Der Übergang soll fair und menschenrechtsbasiert ablaufen, ohne ausbeuterischen Abbau im Namen eines «grünen» Übergangs und allen Menschen den Zugang zu grünen Energien garantieren.

26.04.2026

Tag 3

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Austausch der Zivilgesellschaft

Ähnlich wie an der COP, gibt es verschiedene Events, bei denen sich die Zivilgesellschaft austauschen und ihre Ansichten und Erfahrungen teilen kann. Am heutigen Event von Cidse, unserem Netzwerk katholischer Organisationen, und weiteren Verbündeten, hat sich Tatiana Roa (3.v.r.), ehemalige Vize-Umweltministerin von Kolumbien und ehemaliges Mitglied einer Partnerorganisation von Fastenaktion, sehr treffend geäussert:

«Die Daten sind alarmierend, aber sie geben nicht annähernd das volle Ausmass der Krise wieder. … Es geht nicht nur um eine Energiewende, sondern um unsere Lebensweise. Die historischen Ursachen sind nicht das Klima, sondern die Lebensweise, die sich um das Öl herum entwickelt hat. Öl ist nicht nur eine Energiequelle (wie alle fossilen Brennstoffe). Es ist eine Form der Produktion, des Konsums, des Handels, des Transports und sogar der Kriegsführung. Es ist ein politisches Konstrukt, und sich davon zu lösen, ist daher keine technische Entscheidung, sondern vor allem ein Akt der Würde, der tiefgreifende kulturelle, politische und wirtschaftliche Veränderungen mit sich bringt.» – Tatiana Roa.

25.04.2026

Tag 2

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Dialoge mit Interessengruppen

Die Konferenz ist ein wichtiges Zeichen, eine Gruppe von sehr unterschiedlichen Ländern setzt sich gemeinsam für den Ausstieg aus den fossilen Brennstoffen ein. Denn auch Länder, die fossile Energien produzieren, wie Angola, Brasilien, Kanada, Norwegen, oder der Gastgeberstaat Kolumbien sind dabei. Während der ersten drei Tage treffen sich verschiedene Interessengruppen wie die Zivilgesellschaft, die Wissenschaft, der private Sektor, Indigene Völker oder Arbeiter:innen, um Lösungsvorschläge für den Ausstieg aus den fossilen Brennstoffen zu erarbeiten. Diese Inputs werden am 27.04. bei der «Versammlung der Völker» zusammengetragen. Daraus wird ein gemeinsames Positionspapier erarbeitet. Dieses wiederum dient als Input zum High-level meeting vom 28. und 29.4.

24.04.2026

Tag 1

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Was ist der Unterschied zur COP?

An der Weltklimakonferenz (COP) kommen fast 200 Länder zusammen, um Massnahmen gegen die Folgen des Klimawandels zu diskutieren. In diesem Rahmen ist es oftmals schwierig, Entscheidungen zu treffen, denn es braucht den Konsens aller Parteien. Weniger ambitionierte Länder können ehrgeizige Ziele blockieren. Die Santa Marta Konferenz mit rund 50 teilnehmenden Staaten ist agiler. Das Ziel ist es, konkrete Mechanismen zur Umsetzung für einen gerechten Übergang zu nachhaltigen Energien festzulegen. Ein gerechter Übergang bedeutet, dass die Menschen im Globalen Süden nicht benachteiligt werden, sondern dass sie unterstützt werden, um resilienter zu werden und so ihre Ernährungssicherheit zu schützen. Mehr dazu auch im Beitrag von RTS (Französisch) hier.

24. – 29. April 2026

Santa Marta

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Konferenz zum Ausstieg aus den fossilen Brennstoffen

Heute startet die erste Konferenz zum Ausstieg aus den fossilen Brennstoffen (First Conference on Transitioning Away from Fossil Fuels) in der kolumbianischen Stadt Santa Marta. Nachdem an der COP30 keine Einigung erzielt wurde, wie der Ausstieg aus den fossilen Brennstoffen zu gestalten ist, haben Kolumbien und Holland die Initiative ergriffen und dieses international Treffen vom 24. bis 29. April 2026 einberufen. 54 Staaten, darunter die Schweiz, haben ihre Teilnahme bestätigt. Auch Fastenaktion wird die Konferenz mit Partnerorganisationen aus Kolumbien, Brasilien und den Philippinen vor Ort verfolgen. Wir halten Sie hier im Newsticker auf dem Laufenden.
Foto: UN Climate Change, Diego-Herculano. Die Zivilgesellschaft fordert an der COP30 den Ausstieg aus fossilen Brennstoffen.

Eingangstor zur COP30 Belém, Brasilien

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