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Indien

Panchram Kanwer schaut positiv zurück auf die Teilnahme an dem Saatgutfestival.

Quelle: Fastenaktion

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27.02.2026

Indien, Agrarökologie, Gleichstellung fördern

Indigenes Wissen trifft Agrarforschung

Im ostindischen Balodhabazar kamen letzten Sommer auf Einladung von Fastenaktion kleinbäuerliche Adivasi mit staatlichen Agrarwissenschaftler:innen zusammen, um Wissen und praktische Erfahrungen auszutauschen. Der Kleinbauer Panchram Kanwer zieht eine positive Bilanz.

Autor

Ralf Kaminski, Redaktor bei Fastenaktion

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Vielfältigere und gesündere Ernährung

Im Gegenzug erhielt er Gemüsesamen von Adivasi-Bauern und -Bäuerinnen aus anderen Regionen, darunter Tomaten, Chilischoten, Koriander und Kürbis. «Diese wurden aus Samen vermehrt, die letztes Jahr vom Indian Institute of Horticulture Research zur Verfügung gestellt wurden», erklärt er. «Mit ihnen können wir unser eigenes Gemüse anbauen, so dass unsere Ernährung vielfältiger und gesünder wird.»

Den Grossanlass im Bezirk Balodhabazar organisiert hatte eine lokale Partnerorganisation von Fastenaktion. Auf dem Programm standen auch Schulungen und der Austausch mit staatlichen Agrarwissenschaftler:innen. Tradition, Kultur und Wissenschaft wurden erfolgreich miteinander verbunden, um die Lebensgrundlagen der Adivasi-Gemeinschaft nachhaltig zu verbessern.

 

Zusammenarbeit stärkt benachteiligte Adivasi

Bereits seit mehreren Jahren besteht eine fruchtbare Zusammenarbeit der Partnerorganisation mit staatlichen Forschungszentren zu agrarökologischen Anbaumethoden, darunter Feldversuche mit einheimischen Saatgutsorten und Geräten. Dies verbessert nicht nur die Ernährungssituation der Indigenen Adivasi, die ausserhalb des Kastensystems stehen und daher oft benachteiligt sind – es stärkt auch ihre Position in der Gesellschaft, etwa bezüglich des Zugangs zu Land. Dies reduziert Konflikte mit Nicht-Adivasi.

Das Mega Seed Exchange & Training Festival sollte diese Kooperation weiter vertiefen und Wissenschaftler:innen Gelegenheit geben, sich mit Kleinbäuerinnen und -bauern aus marginalisierten Gemeinschaften auszutauschen, zu denen sie normalerweise keinen Zugang haben. Sie erhielten dabei auch einen Einblick in das traditionelle Wissen der Adivasi in verschiedenen Bereichen. Zudem signalisierte ihre Teilnahme die offizielle staatliche Unterstützung für den Anlass – und für die Anliegen der diskriminierten Adivasi.

Erfolgreiches Pilotprojekt

Alles in allem jedoch war das Festival für Panchram Kanwer ein positives Erlebnis. «Die Wissenschaftler wollen unsere Lebensgrundlagen stärken, indem sie weiteres traditionelles Saatgut bereitstellen und Schulungen anbieten. Zudem erhalten wir Kooperationsbanner, die wir auf unseren Feldern aufstellen können, um unser Land und unsere Ernte vor neidischen Aussenstehenden zu schützen. Sie signalisieren unserer Nachbarschaft und lokalen Behörden, dass wir den Boden in Zusammenarbeit mit diesen staatlichen Institutionen bewirtschaften – eine wichtige Absicherung für uns und eine Chance für einen besseren Zugang zu Land.»

Auch die Partnerorganisation zieht eine positive Bilanz zu diesem Pilotprojekt: Der Enthusiasmus unter den Adivasi sei enorm gewesen. Und die Wissenschaftler:innen sicherten nicht nur mehr Saatgut und Schulungen zu, sondern brachten auch ihre Hoffnung zum Ausdruck, dass ein solcher Anlass künftig jedes Jahr stattfindet. 2026 ist bereits eine ähnliche Veranstaltung geplant, in etwas kleinerem Rahmen.

«Wir haben neues Selbstbewusstsein gewonnen und werden heute von der Gesellschaft besser respektiert.»

 

Panchram Kanwer engagiert sich seit sieben Jahren in Projekten von Fastenaktion. Vor allem, weil er miterlebte, wie sich die Situation anderer Teilnehmender verbessert hatte. «Auch wir können uns nun das ganze Jahr von unserer eigenen Landwirtschaft vielfältig und gesund ernähren», berichtet er. «Und dies, ohne uns in Schuldknechtschaft gegenüber Landbesitzern begeben oder zum Arbeiten wegziehen zu müssen. Wir haben neues Selbstbewusstsein gewonnen und werden heute von der Gesellschaft besser respektiert.»

Kanwer hofft, dass dies irgendwann auch zu langfristiger Sicherheit durch eine offizielle Eigentumsurkunde für sein Land führen wird. «Das ist mein Traum und würde uns als Familie ein freies Leben ermöglichen. Vielleicht erlebe ich das ja noch.»

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