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Guatemala

Carmelina Chocooj lässt sich trotz aller Gefahren nicht einschüchtern.

Quelle: Carlos López Ayerdi

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27.01.2026

Guatemala, bestärkend, Gleichstellung fördern

Bedroht, verhaftet und doch unbeugsam

Carmelina Chocooj engagiert sich seit Jahrzehnten für Frauen- und Landrechte in Guatemala, war deswegen schon mehrmals im Gefängnis und steckt gerade wieder in einem Gerichtsverfahren. Doch bisher sind alle Versuche gescheitert, die engagierte Indigene zum Schweigen zu bringen.

Autor

Ralf Kaminski, Redaktor bei Fastenaktion

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Ausgrenzung, Rassismus, Manipulation

Als Kind hatte Carmelina Glück: Sie war die Einzige von neun Kindern, die zur Schule gehen und lesen und schreiben lernen durfte. Ihr Vater nahm sie schon früh mit an Gemeindeversammlungen, in denen es oft um Vertreibungen und Landkonflikte ging. So wuchs sie von klein auf in diesen Kampf hinein.

Entsprechend oft war sie schon mit Haftbefehlen und Gerichtsverfahren konfrontiert – auch aktuell wieder, wegen einer angeblichen Grenzverletzung, die laut Carmelina frei erfunden ist. Erfunden von einem zutiefst korrupten Staat, in dem Grossgrundbesitzer, Justiz und Staatsanwaltschaft unter einer Decke stecken. «Das Ziel war immer, uns zum Schweigen zu bringen, uns zu entmutigen, damit wir das Land und unseren Kampf dafür aufgeben.»

Doch Carmelina gibt nicht auf. Vor etwas über 20 Jahren wurde sie sogar einmal mit ihren Kindern verhaftet, die damals erst 5 und 6 Jahre alt waren. «Rund 48 Stunden verbrachten wir gemeinsam in einer Zelle – zum Glück setzten sich der Menschenrechtsbeauftragte und andere Freund:innen stark für uns ein, deshalb dauerte es nicht noch länger.»

Nicht zuletzt arbeitet sie ehrenamtlich bei OSAR, einer Beobachtungsstelle für sexuelle und reproduktive Gesundheit. Sie begleitet dort Frauen und insbesondere Mädchen unter 14 Jahren, die Opfer sexueller Gewalt geworden sind. «Sexuelle Gewalt gegenüber Minderjährigen ist in unserer Region besonders verbreitet», erklärt Carmelina. «Auch mit CODEMAV kämpfen wir dafür, dies sichtbarer zu machen, mehr Bewusstsein dafür zu schaffen und so Druck auf den Staat auszuüben. Gerade indigene Frauen leiden noch immer sehr unter Machismus und patriarchalen Traditionen.»

 

Noch mehr Schwung mit Fastenaktion

Die Organisation ist in den letzten Jahren kräftig gewachsen. Inzwischen begleitet CODEMAV über 400 Gruppen mit rund 14 000 Frauen. «Dass wir seit 2024 von Fastenaktion unterstützt werden, ist eine grosse Freude und hat uns neue Horizonte eröffnet. Seither sind wir besser organisiert, kommen schneller voran und erreichen noch mehr Menschen.»

Doch der Kampf ist noch lange nicht vorbei, das ist Carmelina Chocooj schmerzlich bewusst. «Ich hoffe auf eine bessere Zukunft, aber für indigene Gemeinschaften bleibt es trotz all unserer Bemühungen hart. Dennoch wünsche ich mir, dass meine Kinder und Enkel ein gutes Leben haben und nicht so viel leiden müssen wie wir, unsere Eltern und Grosseltern. Ich hoffe, dass sie gemeinschaftlich leben und dass sie die Maya-Kosmologie bewahren. Denn sie, die Erde und die Berge, haben uns am Leben erhalten.»

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