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Kenia

Jael Okalio setzt bei der Feldarbeit auf eigenes Saatgut und agrarökologische Anbaumethoden.

Quelle: Saruni, Eyeris Communications

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16.02.2026

Kenia, Agrarökologie, Ernährungssicherheit

Reiche Ernte dank eigenem Saatgut

Jael Okalio leitet eine Solidaritätsgruppe im Westen Kenias. Das Leben der 57-jährigen Kleinbäuerin hat sich seither fundamental verändert: Ihre Familie isst gesünder, hat mehr Geld zur Verfügung, streitet kaum noch – und ist Teil einer grossen Gemeinschaft, die zusammenhält. Eigenes Saatgut spielt für all das eine entscheidende Rolle.

Autor

Ralf Kaminski, Redaktor bei Fastenaktion

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Solidaritätsgruppen

In den Solidaritätsgruppen zahlen die Mitglieder Beträge in Form von Geld oder Grundnahrungsmitteln in eine gemeinsame Kasse ein. Daraus können sie günstige oder im Senegal gar zinslose Darlehen für Grundbedürfnisse wie die Begleichung von Schulgebühren, Gesundheitsausgaben oder den Kauf von Nahrungsmitteln aufnehmen. 

Auch bei Notfällen kann Geld oder Getreide geliehen werden, denn nicht Profit, sondern Solidarität und Absicherung stehen an erster Stelle. Fastenaktion finanziert jeweils Ausbildung und Begleitung der Gruppen, die durch lokale Animatorinnen und Animatoren geschieht, zahlt aber selbst nichts in die Kassen ein. 

Die Solidaritätsgruppen sind auf die kulturellen Besonderheiten der jeweiligen Länder abgestimmt. Und sie reduzieren den Hunger zuverlässig und nachhaltig, wie eine Wirkungsstudie 2019 (auf Englisch) zeigte. 

Vertrauen statt Angst vor Hexerei

Das war früher ganz anders. «Die Menschen von unterschiedlichen Höfen hatten Angst, gemeinsam zu essen und zu feiern, sie fürchteten Hexerei oder andere Feindseligkeiten. Dank der Solidaritätsgruppe konnten wir dieses Misstrauen nach und nach überwinden und Vertrauen aufbauen», sagt Jael Okalio.

Gelungen ist dies auch, weil die Schulungen und gemeinsamen Aktivitäten der Gruppe nach einem Rotationsprinzip immer auf einem anderen Hof stattfinden. «So arbeiten wir jedes Mal woanders gemeinsam, dabei lernt man sich gut kennen, und das Vertrauen wächst. Früher arbeiteten alle für sich, heute machen wir alles zusammen.»

Seit Familie Okalio auf agrarökologische Landwirtschaft setzt, kann sie nicht nur mehr und vielfältigere Lebensmittel ernten, diese sind auch viel gesünder. «Zuvor hatte ich Magengeschwüre, auch die Kinder waren immer wieder krank», erzählt die energiegeladene sechsfache Mutter und vierfache Grossmutter. «Heute nicht mehr.»

«Wenn die Kinder wegen Unterernährung aufgeblähte Bäuche hatten, versteckte ich sie im Haus, weil ich mir keinen Arzt leisten konnte.»

Mehr Geld und Mitsprache

Ein finanzielles Sicherheitsnetz ist auch die gemeinsame Sparkasse der Solidaritätsgruppe. Nach dem Essen setzen sich die Mitglieder im Kreis, jede und jeder gibt den verabredeten Betrag für die Spargruppe oder kann im Notfall einen kleinen Kredit mit niedrigem Zins aus der Kasse beziehen. «Früher konnte ich meine Kinder nicht immer zur Schule schicken, weil nicht genug Geld da war», erzählt Jael Okalio. «Und wenn sie wegen Unterernährung aufgeblähte Bäuche hatten, versteckte ich sie im Haus, weil ich mir keinen Arzt leisten konnte. So ging es allen hier in der Region. Jede und jeder war auf sich allein gestellt, alle waren egoistisch.»

Auch die innerfamiliären Beziehungen waren schwierig. «Mein Mann und ich stritten viel, manchmal schlug er mich sogar. Wir Frauen arbeiteten auf dem Feld und im Haus, aber die Männer kontrollierten das Geld. Wenn ich welches brauchte, musste ich ihn darum bitten.» Heute gehört die Ernte ihr, und sie kontrolliert die Finanzen der Familie. Ihr Mann und ihre Kinder helfen ihr bei der Arbeit auf dem Feld, sie schätzen und akzeptieren Jael Okalios neues Selbstbewusstsein und respektieren ihre Meinung. «Es kommen auch immer wieder Menschen zu mir, die lernen wollen, ebenfalls so erfolgreich Landwirtschaft zu betreiben.»

 

«Die Erträge sind gestiegen»

Im Video vertieft Jael Okalio ihre Geschichte und zeigt, welche Kraft gemeinschaftliches Handeln entfalten kann. Darüber hinaus kommen Vertreterinnen und Vertreter von Lokalbehörden zu Wort, die von Herausforderungen und Erfolgen berichten.

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