Halt und Geborgenheit entstehen nicht von selbst. Beides wächst dort, wo Menschen füreinander einstehen, Verantwortung übernehmen und gemeinsam Perspektiven schaffen. Genau das tun Entwicklungsorganisationen weltweit – gemeinsam mit ihren Partner:innen und Millionen engagierter Menschen. Davon profitieren auch wir in der Schweiz. Denn unser Wohlstand und unsere Sicherheit hängen von einer stabilen, friedlichen und solidarischen Welt ab.

Eines der Sujets der neuen Kampagne illustriert, wie gross der Unterstützungsbedarf in vielen Teilen der Welt ist.
Kurzfristiges Denken, teure Konsequenzen
Schweizer Hilfswerke sichern in zahlreichen Ländern des Globalen Südens Trinkwasser, Zugang zu Nahrung und Ausbildung. Sie schaffen Perspektiven in gefährdeten Regionen und erzeugen Bedingungen, unter denen wirtschaftliche Entwicklung und Handel überhaupt erst möglich werden – auch mit der Schweiz. Wenn es zu Krisen kommt, sind Schweizer Hilfswerke oft schon vor Ort. Die Internationale Zusammenarbeit – die Entwicklungshilfe – funktioniert dort, wo Verträge und Diplomatie nicht ausreichen.
Gerade deshalb sind Sparmassnahmen bei der Internationalen Zusammenarbeit so schädlich. Umso mehr als sie zu den wirksamsten und kostengünstigsten Antworten auf Flucht, Radikalisierung und Instabilität gehört – alles Herausforderungen, die auch die Schweiz betreffen. Und wer heute spart, riskiert morgen deutlich höhere, unkontrollierbare politische und wirtschaftliche Kosten. Entsprechend kurzsichtig und unverständlich sind die Sparpläne des Bundes.

Die Schweizer Hilfswerke schenken Menschen im Globalen Süden Hoffnung – gerade in vermeintlich hoffnungslosen Zeiten.
Wirkung zeigen
Die Folgen sind auch bereits sichtbar: Allein 2025 erreichten Schweizer Hilfswerke rund 630’000 Menschen weniger mit ihrer Unterstützung als im Jahr davor, gemäss dem Zewo-Spendenreport 2025. Hinzu kommt, dass die Bevölkerung den Sparkurs des Bundes nicht teilt. In einer Erhebung der ETH Zürich (2026) sprachen sich rund 77 Prozent dafür aus, die Mittel für die Internationale Zusammenarbeit beizubehalten oder zu erhöhen. Die enorme Differenz zwischen dieser Haltung der Öffentlichkeit und der Sparpolitik der Regierung wird erstaunlicherweise kaum je thematisiert.
Genau hier setzt die Kampagne der Hilfswerke an: Sie stärkt das Verständnis dafür, warum Internationale Zusammenarbeit für die Schweiz wichtig ist und zeigt, dass die Schweizer Hilfswerke Teil der Lösung sind. Sie und wirbt nicht um Spenden. Es gibt nichts zu unterschreiben und nichts zu überweisen. Die Kampagne verdeutlicht stattdessen, wie wirksam die Arbeit der Schweizer Hilfswerke ist – und was verloren geht, wenn ausgerechnet dort gespart wird.
Kampagne «Halt in haltlosen Zeiten»
Wir, die Schweizer Hilfswerke, stehen gemeinsam für globale Stabilität, Sicherheit und Perspektiven ein in einer Zeit der Unsicherheit und Instabilität. Mehr erfahren: www.swiss-ngo.ch
Die Kampagne wird neben Fastenaktion unter anderem von folgenden Hilfswerken getragen: Brücke Le Pont, Caritas, Comundo, HEKS, Heilsarmee, Helvetas, Solidar Suisse, Solidar Med, SOS-Kinderdorf Schweiz, SWISSAID, Terre des hommes, Unité, Vivamos, Vétérinaires Sans Frontières, Suisse World Vision
FAQ – häufig gestellte Fragen
Was ist die Kampagne «Halt in haltlosen Zeiten»?
Eine gemeinsame Kampagne von rund 40 Schweizer Hilfswerken, die ab August 2026 erstmals zusammen auftreten. Sie zeigt auf, warum Internationale Zusammenarbeit für die Schweiz wichtig ist und was auf dem Spiel steht, wenn sie geschwächt wird.
Warum profitiert die Schweiz von der Arbeit der Hilfswerke?
Unser Wohlstand und unsere Sicherheit hängen von einer stabilen, friedlichen und solidarischen Welt ab. Hilfswerke schaffen zudem Bedingungen, unter denen wirtschaftliche Entwicklung und Handel – auch mit der Schweiz – überhaupt erst möglich werden.
Was leisten Schweizer Hilfswerke konkret?
Sie sichern in zahlreichen Ländern des Globalen Südens den Zugang zu Nahrung und Ausbildung, schaffen Perspektiven in gefährdeten Regionen und sind bei Krisen oft schon vor Ort, wo Verträge und Diplomatie allein nicht ausreichen.
Welche Folgen haben die Sparmassnahmen bereits gezeigt?
Allein 2025 erreichten Schweizer Hilfswerke gemäss Zewo-Spendenreport rund 630’000 Menschen weniger als im Jahr zuvor.
Wie steht die Schweizer Bevölkerung zu den Sparplänen des Bundes?
Laut einer ETH-Zürich-Erhebung (2026) sprachen sich rund 77 Prozent dafür aus, die Mittel für die Internationale Zusammenarbeit beizubehalten oder zu erhöhen – die Sparpolitik des Bundes deckt sich also nicht mit der öffentlichen Meinung.


