Informationen zu den Zahlungsoptionen

Vermeiden Sie Gebühren und wählen Sie die Zahlungsmethode mit den geringsten Transaktionskosten. Je nach gewähltem Zahlungsmittel fallen unterschiedliche Transaktionsgebühren an. Folgende Gebühren werden verrechnet:

  • Twint 1.3%
  • QR-Rechnung 0.2%
  • Mastercard 1.3%
  • Google Pay 3.2%
  • PostFinance 2.0%
  • Visa 1.3%
  • PayPal 3.9%
  • Apple Pay 3.2.%

Sie können die Kosten, die uns entstehen, auch mit einem Klick am Ende des Spendenformulars übernehmen.

Vielen Dank für Ihre Unterstützung

IBAN

Postkonto 60-19191-7 bzw IBAN: CH16 0900 0000 6001 9191 7,
oder Luzerner Kantonalbank, Pilatusstrasse 12, Postfach, 6002 Luzern IBAN: CH61 0077 8010 0013 9290 3 SWIFT: LUKBCH2260A

Header Bild Placeholder

Schweiz

Josef Stübi, Weihbischof des Bistums Basel und Stiftungsratspräsident von Fastenaktion, warnt vor weiteren Einsparungen im Bereich der Entwicklungszusammenarbeit.

Quelle: Titelbild Bistum Basel / Beitragsbild Fastenaktion

Mehr Icon

08.07.2026

Schweiz, Ernährungssicherheit, Hunger beenden

«Bundesrat spart auf Kosten der Ärmsten»

Die jüngsten Kürzungen des Bundesrats bei der Entwicklungszusammenarbeit stossen auf scharfe Kritik. Der Stiftungsratspräsident von Fastenaktion, Josef Stübi, warnt: Wer bei der langfristigen Entwicklungszusammenarbeit spart, trifft die ärmsten Menschen der Welt – und riskiert höhere Kosten durch künftige Krisen.

Autor

Josef Stübi, Stiftungsratspräsident Fastenaktion

Jetzt teilen

Link kopiert!

Der Bundesrat hat beschlossen, die Mittel für die Entwicklungszusammenarbeit zusammenzustreichen durch Kürzungen und Umschichtungen in die Nothilfe – jeder vierte Franken fällt weg. Bundesrat Ignazio Cassis begründet dies mit Sparzwang und verweist auf ähnliche Kürzungen in Ländern wie den USA oder Deutschland. Doch die Schweiz steht finanziell nicht unter Druck: Die Bundesfinanzen sind stabil, die Schuldenquote gehört zu den tiefsten der Welt.

Der Entscheid des Bundesrats ist doppelt schädlich: Er trifft nicht nur die Ärmsten dieser Welt und jene lokalen Kräfte im
Globalen Süden, die Armut bekämpfen und nachhaltige Veränderungen vorantreiben. Betroffen kann auch die Arbeit von
Schweizer Organisationen wie Fastenaktion sein, die auf Hilfe zur Selbsthilfe setzt und Menschen langfristig dabei
unterstützt, Hunger und Armut aus eigener Kraft zu überwinden.

Zur Person

Josef Stübi (65) ist seit Februar 2024 Stiftungsratspräsident von Fastenaktion. Der Weihbischof der Diözese Basel war viele Jahre Stadtpfarrer von Baden (AG) und ist schon seit 1987 als Seelsorger tätig. Er wohnt in Solothurn. Weihbischöfe gibt es in Diözesen, in denen die Aufgaben wegen ihrer Grösse nicht vom Diözesanbischof allein erfüllt werden können. Der Weihbischof vertritt ihn unter anderem bei Weihehandlungen und in manchen Gremien.

Schweizer Bischöfe gegen Kürzungen

Auch die Schweizer Bischöfe haben 2024 betont: «Wir sind überzeugt: Es braucht eine starke Entwicklungszusammenarbeit der Schweiz. Wenn wir unsere Leistungen reduzieren, würde dies die Ärmsten und Verwundbarsten auf dieser Welt unverhältnismässig stark treffen. Für diese Menschen sollen sich Politik, Hilfswerke, Kirchen und die Zivilgesellschaft gemeinsam einsetzen.» Damit dieses Engagement möglich bleibt, braucht es politische Unterstützung und ausreichende Mittel. Der aktuelle Strategiewechsel führt jedoch in die entgegengesetzte Richtung.

Die jüngsten Kürzungen sind zudem nicht die ersten: Die Sparmassnahmen der vergangenen Monate und Jahre haben die Entwicklungszusammenarbeit bereits geschwächt. Angesichts der globalen Krisen wäre vielmehr ein Ausbau der Mittel nötig, um Not zu lindern und soziale Gerechtigkeit zu fördern. Nun sind Bundesrat und Parlament gefordert, sicherzustellen, dass die Schweiz solidarisch bleibt – nicht nur in Worten, sondern auch durch konkrete Taten.